27. November, 2014

Spieleapps als Lese- und Intelligenzförderung bei Kindern

Autor: Wolfgang Schwarz

Von farbenfrohen Monstern, fetten Reimen und frechen Minigames... 

„Die Vorstellung ist eine unumgängliche Prozedur, sofern man im Beruf, aber auch im gesellschaftlichen Rahmen auf eine unbekannte Person trifft, mit der man in näheren Kontakt treten möchte. Es ist ein Gebot der Höflichkeit, diese Person darüber zu informieren, mit wem sie es zu tun hat.“ Um an dieser Stelle Freiherr von Knigge gerecht zu werden, zunächst zur Vorstellung. Nein, ich komme jetzt nicht mit meinem Lebenslauf um die Ecke. Viel mehr möchte ich euch Eltern erklären, was uns – dem Linguino Team – am Herzen liegt.

Von der interaktiven App zum „echten“ Sprachspiel

Jede vierte Familie mit Vorschulkindern in Deutschland besitzt heute einen Tablet-PC. Laut Stiftung Lesen „bieten gerade diese Medien zahlreiche Chancen, um Kinder und Jugendliche für das Lesen zu begeistern – insbesondere diejenigen, die nicht bereits von Haus aus gerne lesen, sondern dem Lesen eher distanziert gegenüber stehen.“ Ob Ravensburger, Cornelsen, Mixtvision, Fox & Sheep, Jan Essig oder Apppmedia, all diese Verlage bzw. Indie-Entwickler haben bislang wertvolle Arbeit im Bereich der digitalen Medien für Kinder geleistet.

Die Lese- und Intelligenzförderung betrachtend, haben wir bei Linguino uns die Frage gestellt, ob es möglich ist, interaktive Apps mit sprachlichen Inhalten konsequent zu „echten“ Sprachspielen weiterzuentwickeln. Nach vielen Diskussionen, Workshops und Testphasen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass ein solcher Ansatz nur funktionieren kann, wenn der spielerische Aspekt von zwei Seiten aufgegriffen wird:

  1. Zum einen in Bezug auf die gewählte Sprachform: Reime und Wortspiele bieten dabei besonders gute Ausdrucksformen

  2. Zum anderen beim Ablauf des Sprachspiels: Hier hat sich eine computerspielähnliche Umgebung mit Fortschritt, Punkten und Erfolgen bewährt.

Ziel unserer Sprachapps ist es, dass eure Kinder anhand des spielerischen Elementes, Lernen nicht mehr als „öde“ und „langweilig“, sondern als „cool“ und „lustig“ empfinden.

Spielerischer Umgang mit Worten und Lauten fördern Spracherwerb und Intelligenz

Warum sind hierbei gerade Reime das richtige Transportmittel? Zunächst, weil diese in sich selbst ein Spiel – genauer gesagt ein Sprachspiel – darstellen. Und weiter, weil Kinder an diesen große Freude haben – und das weit über das Kleinkindalter hinaus. Das kann unsere Monster-App Autorin, meine Mutter Regina Schwarz, durch mehr als 30-jährige Berufserfahrung mit Lesungen und Workshops mit Kindern bestätigen. Sie ist immer wieder fasziniert davon, wie begeistert Kinder das „Spiel mit der Sprache“ aufgreifen; ob sie nun ihre innere Kreativität durch eigens kreierte Reime entfalten oder einfach nur über die Wortspiele lachen. Beides passiert auf Ihren Lesungen regelmäßig und hat einen nachhaltig-positiven Effekt auf die kindliche Entwicklung. Professor Dr. Kurt Franz, ehemaliger Präsident der deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Volkach, sagt dazu Folgendes: „Es ist erwiesen, dass der spielerische Umgang mit Worten und Lauten den Spracherwerb und die Intelligenz von Kindern enorm fördert.“

Spielende Studenten erreichen bessere Ergebnisse

Nun zum Thema Spielen. Dazu lässt sich eigentlich nur sagen, dass Spielen fetzt, gute Laune bringt und das Allerbeste: Es fördert ebenfalls die Intelligenz. Marc Prensky, ein internationaler Redner, Autor und Innovator im Bereich Bildung, hat herausgefunden, dass Studenten, die im Kindesalter spielten, etwa 24% bis 50% besser im Vokabellernen oder in Mathe sind als solche, die nicht so viel gespielt haben. Gut, gut. Zusammenfassend wissen wir somit jetzt, dass:

a. Reime an sich Wortspiele darstellen und…
b. Spiele die frühkindliche Entwicklung nachhaltig fördern

 

Monsters behave! – Von farbenfrohen Monstern, fetten Reimen und frechen Minigames

Um die anfängliche Frage zur Entwicklung eines echten Sprachspiels wieder aufzugreifen, möchte ich euch an dieser Stelle „Monsters behave!“ vorstellen. Kinder können in unserer ersten Sprachspielapp mitreimen, sie sind aktiv gefragt und bleiben dadurch mit höchster Konzentration bei der Sache. Ob das richtige Reimwort gefunden werden muss oder gleich ein ganzer Lückentext vervollständigt wird, die Sprachentwicklung wird spielerisch vermittelt. Und so manches Kind wird vom Jagdfieber nach geeigneten Reimwörtern gepackt. Sie durchforsten den eigenen Wortschatz und werden fündig. Und um dem Ganzen den bereits erwähnten Spielcharakter zu vermitteln, dürfen sich eure Kinder mit den farbenfroh-frechen Monstern durch die verschiedenen Schwierigkeitsstufen spielen – und bekommen am Ende gleich noch ein Minigame obendrauf.

 

Hoher Aufforderungscharakter, tolle Lernalternative und spielerische Leseanregung

In einer Fülle an Workshops in Schulen haben wir die kleinen Tablet-Nutzer beobachtet. Von konzentriert über lachend bis hin zu mitklopfend war alles dabei. Die Testwochen haben wir auch dazu genutzt, wichtiges Feedback von Grundschullehrern einzusammeln. Die Resonanz war überwältigend. Hier ein kurzer Auszug: 

  1. Frau Walter, 1. Klasse: „Die App hat einen sehr hohen Aufforderungscharakter, ist ideal für zwei bis drei Schulstunden und funktioniert super in der Kreisgemeinschaft.“

  2. Frau Schulte, 2. Klasse: „Die App ist eine tolle Lernalternative als Belohnung und Auflockerung für zwischendurch.“

  3. Frau Marienhagen, 3. Klasse: „Die Figuren sprechen die Kinder sehr an und dadurch werden sie spielerisch zum Lesen angeregt. Sie entwickeln durch eigenes Ausprobieren der passenden Wörter ein Gefühl für Reime und erweitern so auch zusätzlich ihren Wortschatz.“

Im Oktober geht’s los. Bis dahin ein monstermäßiges Dankeschön euch allen für Eure Aufmerksamkeit!

 

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